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14.11.2016
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ISH 2017:

Erneut auf Erfolgskurs

Im Jahr 2015 zeigte sich die deutsche Industrieproduktion von Unternehmen der Haus- und Gebäudetechnik im Bereich Sanitär, Heizung, Lüftung und Klima (SHK) erfolgreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des ifo-Instituts, die von der Messe Frankfurt, dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V. (BDH), der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik in Auftrag gegeben wurde.

Irmengard Katz

Insgesamt gesehen entwickelte sich 2015 der Umsatz des Wirtschaftsbereichs der Haus- und Gebäudetechnik positiv. Industrie, Großhandel und Installationsgewerbe erzielten einen konsolidierten Jahresumsatz von 53,4 Milliarden Euro ohne Mehrwertsteuer (2014: 52,8 Milliarden Euro). Der entsprechende Inlandsumsatz belief sich auf ca. 44 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz der Haus- und Gebäudetechnik geht vor allem in das Hochbauvolumen (Öffentlicher Hochbau, Wirtschaftshochbau und Wohnungsbau) ein. Das gesamte Hochbauvolumen in Deutschland belief sich 2015 nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des ifo-Instituts auf rund 240 Milliarden Euro (ohne Mehrwertsteuer); der inländische Umsatz des Wirtschaftsbereichs hatte daran einen Anteil von ca. 18 Prozent. Damit konnte die Branche den stabilen Aufschwung der vergangenen Jahre fortsetzen.

 Die Unternehmenszahlen sind ebenfalls stabil geblieben. Rund 51.400 Unternehmen in der Haus- und Gebäudetechnik wurden 2015 gezählt. Die Anzahl der Beschäftigten lag bei rund 500.000 Personen.
Im Jahr 2016 wird die deutsche Wirtschaft nach der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute vom April 2016 um 1,6 Prozent wachsen. Positive konjunkturelle Effekte werden von den privaten Konsumausgaben ausgehen. Gleichzeitig werden nach Prognosen des ifo-Instituts die realen Bauinvestitionen mit 2,6 Prozent deutlich stärker steigen als im Vorjahr.

 Trotz der stabilen Neubaukonjunktur gehen die stärkeren Nachfrageimpulse für die Branche weiterhin vom Ersatzbedarf aus. Die Sanitärwirtschaft wird von der Nachfrage nach Modernisierungen im Badbereich profitieren können. Für die Heizungswirtschaft dürften die  Impulse vor allen im hohen Durchschnittsalter bestehender Anlagen und dem daraus resultierenden Austausch begründet sein. Mit Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung ab Januar 2016 müssen Hauseigentümer installierte Heizungsanlagen, die bereits ein Alter von 30 Jahren erreicht haben, durch neue energieeffizientere Anlagen ersetzen. Dazu kommen die Impulse zur Heizungsmodernisierung durch staatliche Fördermaßnahmen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien.

 Die ISH 2017 als Treffpunkt der Branche greift diese Entwicklungen und Thematiken auf. Sie unterstreicht bereits heute erneut mit beeindruckenden Zahlen ihre Bedeutung als Weltleitmesse. Zur ISH werden wieder über 2.400 Aussteller, darunter alle Markt- und Technologieführer aus dem In- und Ausland, erstmals ihre Weltneuheiten vom 14. bis 18. März 2017 in Frankfurt am Main vorstellen. Dabei nimmt die ISH eine weltweit führende Rolle ein, denn die Veranstaltung ist der internationale Branchentreffpunkt schlechthin – 61 Prozent der Aussteller und 39 Prozent der Besucher kamen bereits 2015 aus dem Ausland.

 Das Motto der ISH 2017 lautet "Water. Energy. Life." und zeigt damit deutlich, wo der Fokus der weltgrößten Leistungsschau für den Verbund von Wasser und Energie liegt. Die zweijährlich stattfindende Weltleitmesse liefert mit ihrem breiten Angebot an zukunftsweisender Gebäudetechnik Lösungen unter anderem für aktuelle politisch-wirtschaftliche Themen. +