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11.04.2017
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CAD-Dateien für interaktive Gebäudeplanung:

Hoval stellt sie zur Verfügung

Die herkömmliche Gebäudeplanung beginnt mit einer Planvorgabe durch den Architekten. Darin werden auch bereits erste Annahmen für die HLK-Systeme getroffen: so z. B. die Standorte des Kesselraums, der Heizgeräte und der Technik für die Lüftungseinheit, die Lage der Kamin- und Steigleitungsschächte usw.

Irmengard Katz

Die Systemplaner, die diese Pläne anschließend erhalten, stehen dann vor starren Vorgaben, die oft mit den tatsächlichen Anforderungen an Raumbedarf und Positionierung der Anlagen nicht übereinstimmen. Die Pläne müssen also mühsam an die Erfordernisse angepasst werden.

Mit Building Information Modeling (BIM) wird dieser Prozess wesentlich effizienter gestaltet: Er beginnt mit der Erstellung eines dreidimensionalen Objektmodells, anhand dessen die Planer der einzelnen Gewerke von vornherein in die Gebäudeentwicklung eingebunden werden. Gemeinsam mit dem Architekten können sie selbst die Position von Kaminen und Steigleitungen, die Kabelführung und die Position von Systemgeräten festlegen.

Einsatzbereite CAD-Zeichnungen

Hoval unterstützt ab sofort das BIM-Konzept mit einsatzbereiten CAD-Zeichnungen seiner Anlagen, die Architekten in ihre 3D-Modelle einbauen können. Die enthaltenen technischen Daten entsprechen der Norm ISO16757 (Nachfolger von VDI3805).

Zunächst stehen die Brennwert-Kessel Hoval UltraGas, Pufferspeicher EnerVal sowie das Blockheizkraftwerk Hoval PowerBloc zur Verfügung – schon ab Juni 2017 sollen weitere Produkte hinzukommen.

Den aktuellen Stand und alle verfügbaren Dateien finden Sie unter http://www.hoval.at/login. Interessierte Installateure, Planer und Architekten können sich dort registrieren und die benötigten Dateien direkt herunterladen.

Einfachere Planungen

Mit Hilfe von BIM können Planungen einfacher und schneller durchgeführt werden: Ein HLK-Planer erkennt beispielsweise sofort, ob ein bestimmtes Heizkesselmodell sich von Größe und Gewicht her wie vorgesehen einbringen lässt; und er sieht auch, ob er einen Statiker hinzuziehen muss, wenn etwa ein schweres Gerät auf einem Dach platziert werden soll.

Auch kurzfristige Änderungen an Verrohrungen sind so leichter möglich. Die 3D-Planung hilft bei der Vorstellung, wie die Anlage aussehen wird, und vereinfacht die Kommunikation aller am Bau beteiligten Gewerke. Zudem erleichtern vollständige Daten auch den Investoren Entscheidungen zum geplanten Objekt. 3D-Modellierung der Gebäudeinformationen.

Die BIM-Technologie basiert auf einer 3D-Modellierung der Gebäudeinformationen. Das Modell besteht aus den dreidimensionalen Elementen eines Objekts - mit vorab zugewiesenen Attributen. Modellieren kann man alles Mögliche: die Bausubstanz, Geräte und Systemkanäle – aber auch detaillierte Elemente wie Anschlüsse oder Ventile. Ein mit BIM-Technologie erstelltes virtuelles Objekt muss ein digitaler Prototyp des echten Objekts mit allen seinen Parametern sein. Dazu gilt es, eine aussagekräftige Anzahl von Elementen mit ihren spezifischen Attributen zu definieren.

Die BIM-Technologie ermöglicht Berechnungen, Simulationen, Analysen und Berichte. So lassen sich die Konsequenzen jeder Änderung abschätzen: Welche Auswirkungen hätte z. B. eine zehnprozentige Verstärkung der Wärmedämmung an den Außenwänden oder der Austausch aller Doppelglasfenster durch um 20 Prozent größere, dreifach verglaste Fenster?

Gemeinsame Nutzung des Modells

Ein weiterer entscheidender Vorteil der BIM-Technologie besteht darin, dass Planer aus allen Gewerken das dreidimensionale Modell  gemeinsam nutzen, Daten freigeben und Informationen hinzufügen können. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: die dezentrale Gruppenarbeit, bei der die Planer in Echtzeit am Modell arbeiten, oder den ständigen Import und Export von Dateien im IFC-Format. Bei letzterem vergleicht die gerade arbeitende Partei ihre eigene Datei mit der neu geladenen Modellreplik. Auf diese Weise lässt sich die Richtigkeit der neu eingeführten Elemente beurteilen, z. B. die Führung der Heizungsrohre.


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